Alles über das Ultraschallbild in der Schwangerschaft

Written by: verwirrtemami

Published on: May 5, 2020

Das Ultraschallbild hilft den Ärzten, den Gesundheitszustand und die Entwicklung deines Babys zu überprüfen.

Bei einem pränatalen Ultraschalltest werden hochfrequente, für das menschliche Ohr unhörbare Schallwellen verwendet, die über ein Gerät namens Schallkopf durch den Bauchraum übertragen werden, um das Innere des Bauchraums zu untersuchen.

Beim pränatalen Ultraschall werden die Echos aufgezeichnet und in Video- oder Fotoaufnahmen deines Babys umgewandelt.

Ultraschall in der Schwangerschaft

Der Ultraschall kann während der Schwangerschaft verwendet werden, um Bilder des Babys, der Fruchtblase, der Plazenta und der Eierstöcke zu zeigen.

Größere anatomische Anomalien oder Geburtsfehler können auf einem Ultraschallbild sichtbar sein.

Die meisten pränatalen Ultraschallverfahren werden topisch oder auf der Hautoberfläche durchgeführt, wobei ein Gel als leitfähiges Medium verwendet wird, um die Bildqualität zu verbessern.

Ein transvaginaler Ultraschall ist jedoch ein alternatives Verfahren, bei dem eine röhrenförmige Sonde in den Vaginalkanal eingeführt wird. Diese Ultraschallmethode erzeugt eine stark verbesserte Bildqualität.

Sie kann in der frühen Schwangerschaft eingesetzt werden, um bei Verdacht auf ein Problem eine klarere Sicht auf die Gebärmutter oder die Eierstöcke zu geben.

Sie kann auch verwendet werden, um festzustellen, wie weit du in der Schwangerschaft bist.

Ultraschallbild

Transvaginaler Ultraschall wird auch zur Beurteilung des Gebärmutterhalses bei Problemen wie Verkürzungen eingesetzt, die dein Risiko für vorzeitige Wehen erhöhen können.

Ein Ultraschall wird in der Regel bei allen schwangeren Frauen um die 20. Schwangerschaftswoche herum durchgeführt. Bei diesem ersten Ultraschallbild wird der Arzt bestätigen, dass die Plazenta gesund ist und dass dein Baby in der Gebärmutter richtig wächst.

Auch der Herzschlag des Babys und die Bewegungen seines Körpers, seiner Arme und Beine sind auf dem Ultraschall sichtbar.

Die Bestimmung des Geschlechtes

Wenn du das Geschlecht deines Babys wissen möchtest, kann es in der Regel schon nach 20 Wochen bestimmt werden.

Mit dem Ultraschallbild gemachte Geschlechtsvorhersagen haben eine Genauigkeitsrate von 90 Prozent.

Bei der Bestimmung des Geschlechts können jedoch Fehler gemacht werden, da dies von der Klarheit der Bilder und den Fähigkeiten der Person abhängt, die sie interpretiert.

Bis zur 14. Schwangerschaftswoche sehen kleine Jungen und Mädchen auf Ultraschall genau gleich aus. Darüber hinaus können sich auf dem Ultraschall auffällige anatomische Unterschiede in den Genitalien zeigen.

Nach 18 Schwangerschaftswochen und darüber hinaus, habe der Ultraschall eine ziemlich gute Zuverlässigkeit für die Geschlechtsvorhersage, wenn sich das Baby in einer guten Position in der Gebärmutter der Mutter befindet (was bedeutet, dass es sich nicht in einer Steiß- oder Fußstellung befindet) und die Beine weit genug voneinander entfernt sind, so dass eine gute Sicht zwischen ihnen möglich ist.

Sag dem Arzt, der den Ultraschall durchführt, unbedingt, ob du das Geschlecht deines Babys wissen möchtest oder nicht.

Bitte beachte, dass Ultraschall keine narrensichere Methode ist, um das Geschlecht deines Babys zu bestimmen; es besteht die Möglichkeit, dass das Ultraschallbild falsch interpretiert werden kann.

Ultraschall Mädchen

Bei der Bestimmung des Geschlechts des Fötus im Ultraschall sucht der Sonograph nach charakteristischen Merkmalen. Bei Mädchen gibt es zwei Anzeichen, nach denen gesucht werden muss:

Ein Anzeichen sind die erkennbaren Schamlippen und der Klitoris auf dem Ultraschallbild.

Das Sagittalzeichen ist etwas komplizierter, erfordert aber eine Profilansicht des Fötus (die so genannte Sagittalebene).

Wenn du der Wirbelsäule des Babys bis zum Steißbein folgst, siehst du ganz am Ende eine Noppe. Wenn es eine nach unten gerichtete Kerbe gibt (die so genannte kaudale Kerbe), dann wäre der Fötus ein Mädchen.

Ultraschall Junge

Man sollte meinen, dass männliche Föten leichter zu identifizieren sind als weibliche, aber das ist nicht immer der Fall. Dies gilt insbesondere vor der 14. Woche.

Bis zur 18. bis 20. Woche würde die Bestimmung des männlichen Geschlechts auf den folgenden Anzeichen beruhen:

Das Sagittalzeichen bei einem männlichen Fötus unterscheidet sich von einem weiblichen Fötus dadurch, dass die Position der kaudalen Kerbe nach oben gerichtet wäre. Bei einem Mädchen würde die Kerbe in einer 10-Grad-Stellung nach unten zeigen.

Bei einem Jungen würde sie eher in einer 30-Grad-Position sein. Liegt sie irgendwo dazwischen, kann es schwieriger sein, eine endgültige Entscheidung zu treffen.

Bei einem Fötus kann der Urinfluss manchmal entdeckt werden. Wenn er sich nach oben bewegt, ist es wahrscheinlicher, dass es sich um einen Jungen handelt.

Die männlichen Genitalien, einschliesslich der Hoden, des Hodensacks und des Penis, sind oft schon nach 18 bis 20 Wochen sichtbar und sind das unwiderlegbare Zeichen des männlichen Geschlechts.

Ist pränataler Ultraschall sicher?

Alle medizinischen Verfahren sind mit Risiken verbunden. Es gibt jedoch keine Beweise dafür, dass ein ordnungsgemäß durchgeführter pränataler Ultraschall einer Mutter oder ihrem ungeborenen Kind schädigen kann.

Richtig durchgeführt bedeutet, dass er von einem Arzt oder einem ausgebildeten Techniker, durchgeführt wird.

Da beim Ultraschall Schallwellen anstelle von Strahlung verwendet werden, ist er sicherer als Röntgenstrahlen. Ärzte verwenden den Ultraschall seit mehr als 30 Jahren, und sie haben keine gefährlichen Risiken festgestellt.

Wie sollte ich mich auf einen Ultraschall vorbereiten?

Es gibt keine spezielle Vorbereitung auf den Ultraschalltest. Einige Ärzte verlangen, dass du vor dem Test 4-6 Gläser Wasser trinkst, damit deine Blase voll ist.

Dies hilft dem Arzt, das Baby auf dem Ultraschall besser zu sehen. Du wirst gebeten, bis nach dem Test nicht zu urinieren.

Wird die Versicherung für den Ultraschall bezahlen?

Die Versicherung übernimmt die Kosten für den routinemäßigen Ultraschall.

Wenn du einen Ultraschall machst, der medizinisch nicht notwendig ist (z.B. um das Baby einfach nur zu sehen oder das Geschlecht des Babys herauszufinden), musst du selbst die Kosten übernehmen.

Was sind einige Gründe für eine Ultraschalluntersuchung?

Dein Frauenarzt setzt den Ultraschall unter anderem für verschiedene Zwecke ein:

  • Um zu bestätigen (sicherzustellen), dass du schwanger bist.
  • Um das Alter und das Wachstum deines Babys zu überprüfen. Dies hilft deinem Frauenarzt, den Geburtstermin zu ermitteln.
  • Zur Überprüfung von Herzschlag, Muskeltonus, Bewegung und Gesamtentwicklung deines Babys.
  • Um zu überprüfen, ob eine Mehrlingsschwangerschaft vorliegt.
  • Um zu überprüfen, ob dein Baby vor der Geburt in der richtigen Position ist.
  • Um deine Eierstöcke und deine Gebärmutter zu untersuchen.

In den Eierstöcken (Ovarien) werden die Eizellen in deinem Körper gespeichert.

Dein Arzt verwendet Ultraschall auch für Vorsorgeuntersuchungen und andere Tests, wie zur Früherkennung von Geburtsfehlern.

Gibt es verschiedene Arten von Ultraschall?

Ja, welche Art von Ultraschall du bekommst, hängt davon ab, worauf dein Arzt oder deine Ärztin prüft und wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist.

Bei allen Ultraschalluntersuchungen wird der so genannte Schallkopf verwendet. Die gebräuchlichsten Arten von Ultraschall sind:

Transabdominaler Ultraschall

Wenn du während der Schwangerschaft von Ultraschall hörst, handelt es sich höchstwahrscheinlich um diese Art von Ultraschall.

Du liegst auf dem Rücken auf einem Untersuchungstisch, und dein Arzt bedeckt deinen Bauch mit einer dünnen Gelschicht.

Das Gel hilft den Schallwellen, sich leichter zu bewegen, so dass du ein besseres Ultraschallbild erhältst.

Dann bewegt er den Schallkopf über deinen Bauch. Die Ultraschalluntersuchung ist schmerzlos, aber eine volle Blase kann unangenehm sein. Der Ultraschall dauert etwa 20 Minuten.

Transvaginaler Ultraschall

Diese Art von Ultraschall wird durch die Vagina (Geburtskanal) durchgeführt. Man liegt auf dem Rücken auf einem Untersuchungstisch mit den Füßen in Steigbügeln.

Dein Frauenarzt führt einen dünnen Schallkopf in Form eines Stabes in deine Scheide ein. Möglicherweise spürst du einen gewissen Druck durch den Schallkopf, aber er sollte keine Schmerzen verursachen.

Deine Blase muss leer oder nur teilweise gefüllt sein. Auch diese Art von Ultraschall dauert etwa 20 Minuten.

In besonderen Fällen kann dein Arzt diese Art von Ultraschall verwenden, um mehr Informationen über dein Baby zu erhalten.

Doppler-Ultraschall

Diese Art von Ultraschall wird verwendet, um den Blutfluss deines Babys zu kontrollieren, wenn es nicht normal wächst.

Der Untersucher verwendet einen Schallkopf, um den Herzschlag deines Babys zu hören und den Blutfluss in der Nabelschnur und in einigen Blutgefässen deines Babys zu messen.

Du kannst auch einen Doppler-Ultraschall durchführen lassen, wenn du an Rhesus erkrankt bist. Dies ist eine Blutkrankheit, die deinem Baby ernste Probleme bereiten kann, wenn sie nicht behandelt wird.

Der Doppler-Ultraschall wird normalerweise im letzten Trimester eingesetzt, kann aber auch früher durchgeführt werden.

3D Ultraschall

Beim 3D-Ultraschall werden mehrere zweidimensionale Bilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und dann zu einer dreidimensionalen Darstellung zusammengesetzt.

Anstatt beispielsweise nur eine Profilansicht des Gesichts deines Babys zu sehen, kannst du in einem 3D-Ultraschall die gesamte Oberfläche sehen (es sieht eher wie ein normales Foto aus).

Einige Ärzte verwenden diese Art von Ultraschall, um sicherzustellen, dass die Organe des Babys normal wachsen und sich normal entwickeln. Es kann auch auf Anomalien im Gesicht des Babys untersucht werden.

Du kannst auch einen 3-D-Ultraschall durchführen lassen, um nach Problemen in der Gebärmutter zu suchen.

4D Ultraschall

Ein 4D-Ultraschall ist ähnlich wie ein 3D-Ultraschall, nur dass das Bild Bewegung zeigt.

Das bedeutet, dass du in einem 4D-Ultraschall wie auf einem Video siehst, wie dein Baby Dinge in Echtzeit tut (wie das Öffnen und Schließen der Augen und das Lutschen am Daumen.

Wenn deine Schwangerschaft gesund verläuft, kann der Ultraschall Probleme gut ausschließen, aber er kann nicht jedes Problem finden. Er kann einige Geburtsfehler übersehen.

Manchmal kann eine Routine-Ultraschalluntersuchung auf einen Geburtsfehler hindeuten, obwohl es in Wirklichkeit gar keinen gibt.

Während Folgeuntersuchungen oft zeigen, dass das Baby gesund ist, können Fehlalarme den Eltern Sorgen bereiten.

Was geschieht nach einem Ultraschall?

Bei den meisten Frauen zeigt der Ultraschall, dass das Baby normal wächst. Wenn dein Ultraschall normal ist, solltest du unbedingt weiter zu den pränatalen Untersuchungen gehen.

Manchmal kann das Ultraschallbild zeigen, dass du und dein Baby besondere Pflege benötigen.

Wenn der Ultraschall zum Beispiel zeigt, dass dein Baby Spina bifida hat, kann es vor der Geburt in der Gebärmutter behandelt werden.

Wenn der Ultraschall zeigt, dass dein Baby in Steißlage liegt (mit den Füßen nach unten statt mit dem Kopf nach unten), kann dein Frauenarzt versuchen, die Position deines Babys umzudrehen, so dass es mit dem Kopf nach unten liegt, oder du musst eventuell einen Kaiserschnitt durchführen lassen.