Liebe frischgebackene Mamis – Es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten

Liebe frischgebackene Mamis – Es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten

Als Mutter eines zweijährigen Kleinkindes wünsche ich mir für jede Mutter eines zwei Monate alten Babys, dass sie Folgendes weiß …

Ich war in einem örtlichen Geschenkladen und suchte nach einer Karte für meine beste Freundin, die gerade ihr erstes Baby zur Welt gebracht hatte.

Was ich wollte, war eine Karte, auf der so etwas steht wie: „Jetzt hast du den härtesten Job der Welt, aber du bist eine Kämpferin und du schaffst das!“

Aber alle Babykarten gleichten sich: Willkommen, liebes Baby, ich bin so froh, dass du auf der Welt bist.

Wirklich? Babys können nicht einmal lesen, und wir schenken ihnen Grußkarten? Ich kann keine Karte für meine Freundin finden, die sagt, wie erstaunlich sie ist, weil sie stundenlange Wehen ausgehalten und ein menschliches Wesen aus sich herausgepresst hat, aber ich kann leicht eine ganze Reihe von Geburtstagskarten für Katzen finden? Was zum …

Jedenfalls hielt ich einer Frau, die ein kleines Baby auf der Brust trug, beim Verlassen des Ladens die Tür auf.

„Wie alt ist dein Baby?“ Höre ich mich selbst fragen.

„8 Wochen“, sagt sie.

Und ich weiß, dass ich an der Reihe bin zu sagen: „Oh, wie süß!“ Aber stattdessen schaue ich ihr direkt in die Augen und sage: „Wie geht es Dir? Geht’s Dir gut?“

Sie lächelt halb, sagt dann: „Nein, ich…“, und sie bricht in Tränen aus. Ich führe sie vor den Laden zu einer Bank, und wir setzen uns.

Sie fängt an, sich zu entschuldigen, und ich halte sie genau dort an und sage: „Entschuldige Dich NICHT – das ist eine sehr schwere Zeit in deinem Leben.

„Ich bin einfach so müde“, sagt sie. „Und ich kann einfach nicht abnehmen, und ich weiß nicht, ob ich das richtig mache, und ich mache mir Sorgen, dass ich eine schlechte Mutter bin, denn manchmal hasse ich das.“

Und dann sieht sie mich an, als würde ich wahrscheinlich das Jugendamt anrufen – so verängstigt, dass ich sie verurteilen werde, so sehnsüchtig danach, sich nicht allein zu fühlen.

Aber ich verstehe es. Ich habe das selbst erlebt. Und ich habe mir folgendes angesichts meiner eigenen Selbstzweifel und Unsicherheit seit ich Mutter bin, viele Male wiederholt: „Du bist die Expertin für dein eigenes Kind.“

Durch all die Bücher und all die widersprüchlichen Ratschläge, die Dinge, von denen deine Schwiegermutter sagt, dass du sie hättest tun sollen oder es dir leid tun wird, wenn du es nicht tust, durch all die Dinge, die bei den Babys deiner Freundinnen funktioniert haben, aber bei deinem Baby überhaupt keinen Effekt haben – hör in erster Linie auf dich selbst!

Und als Nächstes erinnere ich sie daran, dass, um Hilfe zu bitten, ein Zeichen von Stärke ist, niemals ein Zeichen von Schwäche.

Früher zogen wir Babys und Kinder in großen Stammesgruppen auf. Es war immer jemand da, der uns half oder die Führung übernahm. Aber in vielen Familien und Nachbarschaften haben wir diese kritische Struktur und dieses Unterstützungsnetzwerk verloren, und jetzt machen wir die Arbeit einer Gemeinschaft ganz allein.

Also frage ich meine neue Freundin auf der Bank: „Wen kannst du um Hilfe bitten?“ Sie schaut mich überrascht an.

„Ich weiß es nicht“, sagt sie. „Ich glaube, ich muss einfach nur schlafen und mich damit abfinden. Ich kann mich bessern. Ich kann es schaffen.“

Ich sage ihr: „Ja, du kannst es schaffen – du tust es bereits. Aber das ist nicht die Frage. Du musst dich besser fühlen. Du bist die beste Mutter, die dieses Baby hat, aber was du brauchst, ist Hilfe – und das ist völlig normal.“

Als ich mein Baby bekam, hatte ich das Glück, dass meine Schwägerin direkt neben mir wohnte, aber sie bot mir nie wirklich Hilfe an.

Eines Tages, als ich mit Aufgaben, die ich erledigen musste, völlig überfordert war und ich spürte, wie der Groll in mir aufstieg, fragte ich sie einfach: „Hey, könntest du bitte auf das Baby aufpassen, während ich auf dem Dachboden nach etwas suche?“

Und weißt du, was sie gesagt hat? „Natürlich, gerne.“

Und als ich auf dem Dachboden fertig war, fragte ich sie, ob sie länger bleiben könnte, und sie sagte: „Na klar. Es ist so schön, Zeit mit meinem Neffen zu verbringen.“

Die ganze Zeit über brauchte ich nur zu fragen.

Jetzt schaue ich zurück und denke: „Warum in aller Welt habe ich auf ihr Angebot gewartet?“

Als ich ihr das alles erzählte, nickte die frischgebackene Mutter auf der Bank. „Ja, eigentlich habe ich Leute, die mir ihre Hilfe angeboten haben – ich habe sie nur nicht angenommen.“

Dann erzähle ich ihr etwas, das mir in diesen ersten Wochen und Monaten wirklich geholfen hat: „Du wirst das alles nicht die ganze Zeit lieben, und das ist OK.“

Wie kann man es lieben, ständig unter Schlafentzug zu leiden (eine legitime Form der Folter) und sich ständig unsicher und überfordert zu fühlen?

Niemand liebt das. Man vermisst seinen alten Körper, sein altes Leben, sogar seine alten Erwartungen. Jeder wird all diese Dinge vermissen.

Außerdem lieben nicht alle Menschen jede Phase der Kindheit und der Elternschaft – und niemand gibt das jemals zu.

Für mich waren die frühen Kleinkindtage mit meinem zweijährigen Sohn anstrengend. Ich fühlte mich fast so niedergeschlagen wie damals, als mein kleiner Junge zwei Monate alt war.

Die ständige Wachsamkeit, die bei energiereichen Kleinkindern erforderlich ist, ist so anstrengend. Aber dann hat sich mein Sohn immer wieder verändert.

Jetzt ist er sicherer auf den Beinen, und er kann mir sagen, was er will. Ich muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass so viel von Mutterschaft und Erziehung unserer Kinder eigentlich nur sehr vorübergehend ist, und es wird leichter.

Manchmal verschiebt und verlagert sich alles zur Seite – anstatt besser oder schlechter zu werden – aber es wird leichter zu bewältigen, vor allem, wenn man ein wenig mehr Schlaf bekommt.

Nach einer liebevollen Umarmung, trennen sich die frischgebackene Mutter und ich. Ich kenne ihren Namen nicht, und ich weiß nicht, wo sie wohnt.

Aber es war wie während meines Selbstgespräches, als mein Baby erst zwei Monate alt war, und ich habe das Gefühl, dass wir beide jetzt etwas weniger allein sind.

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