Ich bin die Mutter eines Einzelkindes – Hör auf, mir diese 5 Dinge zu sagen

Ich bin die Mutter eines Einzelkindes - Hör auf, mir diese 5 Dinge zu sagen

Ob ein Kind oder mehrere Kinder – die Reise ist gleichermaßen verrückt und erstaunlich.

Als ich noch jung war, fragte mich jemand, wie viele Kinder ich eines Tages haben wollte, und ich würde immer sagen: Irgendwo zwischen vier und sechs.

Erwachsene pflegten, ihre Augenbrauen an dieser Zahl anzuheben – welche Jugendliche sagt denn, dass sie sich sechs Kinder wünscht?  Aber ich tat es. Eingehüllt in meine Vision von vier bis sechs Kindern war die Idee, dass ich zu Hause bleiben würde, um mich ihnen voll und ganz widmen zu können (und natürlich Bestseller-Romane zu schreiben).

Als ich erkannte, wie sehr ich es liebte, zu arbeiten und eine Karriere aufzubauen, kam diese Entdeckung mit einer notwendigen Anpassung an meine Pläne. So schrumpfte meine Reichweite auf zwei oder drei Kinder.

Dann wurde ich schwanger. Ich hatte es relativ einfach – minimale Morgenübelkeit, keine Komplikationen, nur geschwollene Knöchel und Sodbrennen.

Dennoch habe ich die Schwangerschaft nicht genoßen – und vor allem nicht die Geburt. Und die ersten Monate mit meinem Neugeborenen? Ja, definitiv möchte ich nicht diesen schlaflosen Schleier der postpartalen Angst und Depression wiederholen. Die Reichweite schrumpfte wieder auf eins.

Jetzt bin ich die Mutter eines Kleinkindes. Mein Mann und ich erleben immer wieder diese besonderen Momente, wenn wir auf unsere neugierige, helle, plappernde Tochter schauen, und von unseren Gefühlen so überwältigt werden, dass wir zu dem anderen sagen: „Ich kann fast verstehen, warum die Leute es wieder tun.“ Dann wird der andere sagen: „Fast, aber nicht ganz.“

Ich verstehe den Impuls. Ich sehne mich nach diesen ruhigen Momenten, in denen ich ein winziges Baby in meinen Armen halte, nachdem es an meiner Brust eingeschlafen ist. Ich sehne mich aber auch nach den Tagen vor dem Baby und nach vielen anderen Momenten, die in der Vergangenheit liegen.

Wenn es darauf ankommt, weiß ich, dass für meine Familie und meine Umstände ein Kind die richtige Wahl ist.

Es juckt mich also, wenn ich immer wieder die gleichen Kommentare von den Leuten höre, die meine Entscheidung, nur ein Kind zu haben, nicht verstehen. Hier ist nur eine Auswahl des Materials, das ich nicht gerne höre:

1. „Du wirst deine Meinung ändern.“

Es sind nicht nur diese vier Worte, die mich stören. Es ist auch die besserwissende Neigung des Kopfes, das herablassende Lächeln. Ich bestätige, dass wir nichts mit 100-prozentiger Sicherheit wissen können, und ja, Menschen in aller Welt haben ihre Meinung darüber geändert, nur ein Kind zu haben.

Aber ich sage dir meine Wahrheit in diesem Moment. In den Jahren, in denen ich behauptete, ich wolle ein volles Haus? Ich hatte noch nie zuvor ein Kind geboren oder in zwei Stunden vier volle Windeln gewechselt. Jetzt würde ich behaupten, dass ich mehr informiert bin als je zuvor.

2. „Wird sie nicht einsam sein?“

Ich habe gewisse Schuldgefühle wegen dieser Sache, also hör bitte auf, Salz auf die Wunde zu reiben. Doch obwohl ich eine phänomenale Beziehung zu meinen Brüdern und Schwestern und all ihren Ehepartnern habe, weiß ich, dass nicht alle Leute gute Beziehungen zu ihren Geschwistern haben.

Es gibt also keine Garantie, dass mein Kind mit einem Bruder oder einer Schwester glücklicher sein wird. Außerdem hat sie viele Freunde, zwischen der KITA, ihren Cousins (die alle in der Nähe wohnen) und dem Spielplatz.

Ein Einzelkind zu sein, muss nicht bedeuten, dass sie ihr ganzes Leben einsam sein muss.

Ich bin die Mutter eines Einzelkindes – Hör auf, mir diese 5 Dinge zu sagen

3. „Wer wird ihr helfen, sich um dich zu kümmern, wenn du alt bist?“

Ich bin nicht im Begriff, mich für den ausdrücklichen Zweck fortzupflanzen, mehr Hilfe zu haben, wenn ich alt bin.

Nein, ich will nicht, dass sich meine Tochter dadurch belastet fühlt, dass sie sich um ihre Eltern kümmert – aber das ist kein Grund, ein weiteres Leben in die Welt zu setzen, und ich denke, es geht eher darum, sicherzustellen, dass sie weiß, dass wir nicht erwarten, dass sie alles selbst macht.

4. „Du wirst sehen, wenn du noch ein Weiteres hast.“

Zweifellos haben Eltern mit mehreren Kindern eine schwierige Aufgabe. Doch warum gehst du davon aus, dass ich ein weiteres Kind haben werde, und warum fühlt sich dieser Satz, wie eine Art Drohung an?

Warum spielen Menschen im Allgemeinen immer gerne das Spiel, wer es schlechter hat?

Du erinnerst dich wahrscheinlich daran, wie schwer du die Dinge gefunden hast, als du ein einzelnes Kind hattest, und auch du hast es wahrscheinlich gehasst, als jemand das als leicht bezeichnete.

5. „Jetzt brauchst du nur noch einen Jungen!“

Ekelhaft, meiner Meinung nach. Was hast du an einem Jungen, dass du nicht an einem Mädchen hast? Oder umgekehrt? Ich bin grundsätzlich nicht damit einverstanden, dass das biologische Geschlecht, mit dem du geboren wurdest, bestimmt, ob du gerne im Dreck oder mit Puppen spielst.

Das Geschlecht sollte doch heutzutage nicht mehr wichtig sein, und wir sollten unsere Kinder ermutigen, alles zu verfolgen, was sie interessiert.

Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass ich in der nächsten Zeit einen Buben haben werde. Erwartest du, dass ich einfach weiter Babys in die Welt setze, bis ich einen Jungen habe? Nein, danke.

Ich mag als leichtsinnig erscheinen, aber es ist nur ein Abwehrmechanismus, der im Laufe der Zeit erlernt wurde, da ich mich vor ständigen Fragen und Kommentaren über mein einziges Kind geschützt habe.

Ich liebe meine Tochter und zumindest ist sie im Moment das einzige Kind, das ich für meine Familie vorhersehen kann.

Ich respektiere die Familien, die sich in der Lage fühlen, mehrere Kinder auf die Welt zu bringen. Ich vertraue darauf, dass sie diese Entscheidung sorgfältig geprüft haben – deshalb bitte ich darum, dass ich auf das gleiche Vertrauen und den Respekt stoße.

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