9 Möglichkeiten, Kinder zum Zuhören zu bewegen (ohne zu schreien!)

Written by: verwirrtemami

Published on: June 14, 2018

„Komm schon! Beeil dich! Ich habe dich doch gebeten, deine Schuhe anzuziehen!“

„Ich habe es dir schon zigmal gesagt! Räum das Zimmer auf!“

„Wie oft muss ich es dir denn noch sagen?“

Kommt dir das bekannt vor? Ich weiß, wie frustrierend es sein kann, wenn Kinder nicht auf dich hören! Und am Ende schreist und meckerst du, weil sie dich wieder einmal ignoriert haben, nicht wahr?

Glaub mir, ich war dort. Aber hier ist die bedauernswerte Wahrheit. Wenn Kinder nur kooperieren, weil wir sie angeschrien haben, ist das keine wirkliche Kooperation.

Wie meine Freundin es auf ihrem Facebook-Profil gepostet hat: „Oft bleiben WIR selbst in der alltäglichen Routine stecken, und wir denken, dass wir nicht anders verständigen können, als durch Angst, Frustration und den unzähligen Worten, die uns schlussendlich zum SCHREIEN bringen.

Und wir sagen uns: ‚Sie hören nur zu, wenn ich sie anschreie.‘ Aber das ist nicht WIRKLICH wahr. Und es ist nicht echtes Zuhören. Es ist ein Impuls, der auf unseren Schrei-Impuls reagiert. Und das ist von kurzer Dauer.“

Echte Zusammenarbeit beginnt mit der Verbindung. Verbundene Kinder sind kooperative Kinder! Am besten ist es auch, so viel Freude wie möglich an den Tag zu bringen. Hier sind einige lustige und einnehmende Möglichkeiten, dein Kind zum Zuhören zu bewegen.

1. Stell eine Verbindung her, bevor du Anordnungen verteilst

Wecke die Aufmerksamkeit deines Kindes, stell Augenkontakt her. Aus einem anderen Raum zu schreien, während das Kind mit seiner eigenen Tätigkeit beschäftigt ist, wird seine Aufmerksamkeit höchstwahrscheinlich nicht erregen oder ihn zur Zusammenarbeit bewegen.

2. Sprich in einem respektvollen Ton

Niemand mag es, wenn Befehle erteilt werden. Mal ehrlich, oft sind wir so frustriert, dass wir sofort anfangen zu schreien, ohne sie vorerst lieb um etwas gebeten zu haben.

3. Wirf eine Bestätigung ein

 „Du bist so ein guter Helfer und ich weiß, dass ich auf dich zählen kann.“ „Kannst du mir helfen, indem du ….“

4. Behandle sie so, wie du selbst behandelt werden möchtest

Wie ärgerlich wäre es, wenn du dich nach einem langen Arbeitstag endlich hinsetzen würdest, mit einer schönen Tasse Tee und einem Buch und jemand sagen würde:

„Steh jetzt auf und putze das Haus. Kein Lesen, bis es makellos ist!“

Es wäre schrecklich, aber das tun wir unseren Kindern ständig an. Sie hatten einen harten Tag in der Schule und dann erwarten wir, dass sie nach Hause kommen und all ihre Aufgaben sofort erledigen, bevor sie ein wenig Spaß haben können.

Es ist kein Wunder, dass sie sich sträuben. Das würden wir auch! Versuch, ihnen ein wenig Zeit zum Entspannen zu geben, und es ist noch besser, wenn ihr etwas zusammen genießen könnt, bevor du sie bittest, mehr zu tun.

Lass ihnen den Freiraum, um selbst zu entscheiden, wann sie während des Tages eine bestimmte Aufgabe erledigen wollen. Es ist nur höflich.

5. Sei kreativ

Anstatt dein Kind mündlich zu bitten, etwas zu tun, worauf du normalerweise Druck ausübst, werde kreativ, indem du eine Zeichnung anfertigst oder Anweisungen mit farbenfrohen Wörtern und Illustrationen schreibst.

Wie Einstein sagte –  „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

Versuch mal etwas anderes!

6. Soll doch die Routine der Boss sein

Eine gute Routine wird dir eine Menge Kopfschmerzen ersparen. Wenn Kinder wissen, dass Hausaufgaben jeden Tag um 18.00 Uhr gemacht werden, wird es schließlich zu einem Teil ihrer Routine und sie werden nicht alle 15 Minuten daran erinnert werden müssen.

Setzt euch als Familie zusammen und entwickelt gemeinsam einen guten Zeitplan, der für alle funktioniert und hängt es an den Kühlschrank.

7. Gib ihnen eine Checkliste

Ich wurde zu meinen Kinderlisten inspiriert, als ich den Beitrag einer Kollegin las. Sie sagte:

„Ich war gerade dabei, zu platzen, als ich eines Morgens eine Haftnotiz ergriff, ein Bild von einer Lunchbox, einem Paar Schuhe, einer Brille und einer Wasserflasche zeichnete und sie meiner damaligen Siebenjährigen übergab.

Neben jedem Artikel befand sich ein kleines leeres Quadrat. ‚Hier ist deine Liste. Überprüfe sie, bevor du gehst. Es liegt an dir, ob wir den Bus verpassen, und zur Schule laufen‘, sagte ich.

Ich habe den Mikrowellen-Timer so eingestellt, dass sie sehen konnte, wie viel Zeit sie hatte. Sie hat sich noch nie so schnell fertig gemacht.“ Je eher du mit dieser kleinen Übung beginnst, desto besser!

8. Klingeln, wenn du fertig bist!

Nimm einen Easy Button oder eine kleine Glocke. Fordere dein Kind zu einem Rennen heraus. Wenn es seine Arbeit beendet hat, klingelt sie die Glocke oder drückt die Taste. Mal sehen, wer zuerst da ist!

9. Probiere den Klassiker – ein Timer-Spiel

„Mal sehen, ob du alle diese Blöcke aufheben kannst, bevor der Timer losgeht. Los!“

Wenn du festgestellt hast, dass du in letzter Zeit ziemlich viel geschrien oder genörgelt hast, ist es vielleicht eine gute Idee zu überlegen, warum du dich so frustriert fühlst.

Bist du einfach ausgebrannt? Hast du nicht genug Ruhepausen? Ruf ein Familientreffen ein, um neue Routinen und Ideen zu besprechen und dann einen Plan für eine positive Veränderung zu erstellen. Es ist nie zu spät, um glücklichere Gewohnheiten anzufangen.